Mittwoch, 28.7, Florin
Es ist 9:00 Uhr morgens in Wil. Athleten trudelten nach und nach ein, die einen noch erschöpft von der SOW. Wir fuhren ca. 2 1/2Stunden über den Brünigpass bis zum Grimselpass. Dort aßen wir unseren Lunch und absolvierten anschliessend ein Relieftraining rund um den Totensee. Das Gelände war steinig und die Wiesen nass. Es hatte Nebel und besonders warm war es auch nicht. Als alle zurück waren und sich warm angezogen haben fuhren wir weiter nach Grächen, was noch mal ca. 2 Stunden gedauert hat. Im Lagerhaus Rosy angekommen bezogen wir unsere Zimmer und hatten Freizeit bis zum Znacht. Es gab ein PingPong Tisch in Keller und draußen hatte es eine Spielwiese. Dann um 18:00 Uhr war der Znacht bereit. Es gab Spaghetti mit Hackfleischsauce oder Pesto.

Donnerstag, 29.7, Nora
Frisch und Munter starteten wir den Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück und dann ging es los Richtung Moosalp. Nach der kurvigen, steilen aber auch faszinierenden Fahrt, mit interessanten Google Maps Routen-Wahlen, waren wir alle “ready” für ein OL Plausch vom Feinsten.
Im Schweden der Schweiz, wie Baba so schön sagte, durften wir zwei technisch anspruchsvolle Trainings absolvieren. Dabei durfte das “Geniessen des Geländes” ja nicht zu kurz kommen. Das erste Training starteten wir ganz ungewöhnlich ohne Karte und testeten unser Gedächtnis, während beim Training am Nachmittag eine gute Kommunikation mit dem Partner von Vorteil war. Nach diesem wunderschönen Start ins TL, machten wir uns auf den Heimweg und freuten uns riesig auf die kommenden Trainings.

Freitag, 30.7, Malin
Wir sind um 7 Uhr aufgestanden und haben im Anschluss Zmorgen gegessen. Dann sind wir nach Visp gefahren und haben die Sprint Quali gemacht. Nach dem Mittagessen hatten wir Kraft und Polysport. Wir haben ein Spieltournier gemacht und es hat viel Spass gemacht. Bei ‘’Backen mit Baba’’ haben wir Zöpfe gemacht. Nach dem Duschen haben wir Znacht gegessen und hatten um 22 Uhr Nachtruhe.

Samstag, 31.7, Leony
Am Morgen wurde man wieder einmal mit wunderschöner Musik und Klopfen an den Türen geweckt. Sobald man angezogen war, konnte man unten am Morgenbüffet sein Frühstück holen. Heute gab es leckeren Zopf, den wir am Vortag bei Backen mit Baba gebacken haben. Sobald alle satt waren, wurde abgewaschen, Zähne geputzt und fertig gepackt damit wir pünktlich zu den Staffelstarts auf der Moosalp abfahren konnten. Die Anreise war etwas kurvig, doch mit guter Musik war die Fahrt umso besser. Auf dem Parkplatz zogen sich alle noch fertig um und schon ging es an den Start. Als erstes gingen die Läufer von der kurzen Strecke auf den Massenstart. Auf der ersten Strecke gab es einen Posten, bei dem sich fast das ganze Kader getroffen hat und den Posten suchte. Nach der ersten Runde ging es gleich weiter zum zweiten Start. Auf dieser Strecke stempelten viele Läufer einen falschen Posten. Nach dieser nicht so geglückten Runde machten wir uns auf zum dritten Start. Auch hier gingen wieder die kurzen Läufer zuerst auf den Massenstart. Gleich beim Start hatte es eine Felswand und aus irgendeinem Grund liefen fast alle kurzen Läufer die Felswand hinauf, obwohl es unten durch viel schneller gewesen wäre. Sobald alle Läufer im Ziel waren, mussten auf der Letzten Strecke alle miteinander starten. Auf der letzten Strecke kamen aber leider nicht mehr alle unversehrt aus dem Gelände zurück. Auf dem Parkplatz zogen sich wieder alle um, assen noch etwas Kleines und schon ging es ins Lagerhaus zurück um Mittag zu essen. Das Essen war wieder einmal sehr lecker. Nach dem Mittag gab es noch ein Training für die Älteren und diejenigen, die sonst noch Lust auf ein Training hatten. Der Rest hatte den Nachmittag frei und konnten sich die Zeit z.B. mit der Suche nach einem Geschenk für SID die Zeit vertreiben. Sobald alle wieder vom Training zurück waren und geduscht hatten, gab es das tägliche Dehnen vor dem Abendessen, welches auch sehr lecker war. Der heutige Lagercup bestand daraus ein Geschenk für SID zu machen, welches aber nichts kosten durfte. Es gab von jeder Gruppe ein großartiges Geschenk, über das sich SID freute. Nach einer kurzen Vorbereitung für den Jugendcup, durften sich alle für das Bett fertig machen und schlafen gehen.

Sonntag, 1.8, Töbi
Bereits einen Tag nach SID’s Geburtstag feierte auch die Schweiz den ihren. Doch bevor wir diesen speziellen Tag mit farbenfrohem Feuerwerk ausklingen lassen konnten, mussten wir uns dies erst einmal verdienen. Obwohl man bei zwei Trainings im Eggwald wohl kaum von ‘’verdienen’’ sprechen kann. In wunderschönem Gelände konnten wir auf reduzierter Karte unsere Runden drehen. Eindeutig der zweite ‘’schwedische’’ Wald in dieser Woche.

Montag, 2.8, Salome
Wie immer wurden wir am Morgen um 07:00 Uhr mit wirklich extrem toller Musik geweckt. Nach dem Morgenessen lernten wir etwas Kulturelles über das Wallis. In einem SRF Beitrag wurde uns erklärt, was Suonen sind und was ihr Zweck ist. Natürlich durfte eine Wanderung, um solche Suonen zu besichtigen, nicht fehlen. Am Nachmittag stand „Spiel & Spass“ auf dem Programm. Nach einigen Kräftigungsübungen ging es los. Wir wurden in Zweierteams eingeteilt und traten abwechslungsweise im Tischtennis, Dobble, Jassen, Backen und Tischfussball gegeneinander an. Natürlich zählten die Resultate auch für den berühmt berüchtigten Lagercup.
Da an diesem Tag noch nicht trainiert wurde, stand ein Nacht-OL in einem Wald in Grächen an. Die Karte, 27-jährig, wurde zu einer Herausforderung. Niemand wusste so genau welche Steine nun eingezeichnet waren und welche nicht. Zum Glück fand jeder wieder aus dem Wald heraus und nach einer warmen Suppe ging es schon bald ins Bett.

Dienstag, 3.8, Töbi
Nach der Sprintquali in Visp stand nun endlich der Tag der Entscheidung an. In mehreren ausgeklügelten Sprint-Massenstarts im Wald duellierten sich unsere Athletinnen und Athleten um möglichst wenige Rückstandssekunden für den Jagdstart am Nachmittag. Da wurde dann auch das eine oder andere blaue Auge riskiert: Wir hoffen sehr, dass es den beiden Bäumen gut geht;-)
Wie angekündigt folgte dann am Nachmittag der Sprintfinal in Form eines Jagdstarts in Sion.

Mittwoch, 4.8, Janis
Für zweite Woche des Trainingslagers fuhren wir in Richtung Zermatt und stiegen dann auf die Bahn und Gondeln um. Die restlichen Trainingstage absolvierten wir auf den OL Karten von der Swiss O Week in Zermatt 2014. Heutiges Programm war ein Genuss OL auf dem Gornergrat. Mit garstigen Bedingungen, Nebel, Regen und kalte Temperaturen fuhren wir mit der Bahn Richtung Gornergrat. Nach dem Bestaunen der Gletscher durften wir ein Downhill Training geniessen, welches uns wieder zur Bahnstation Riffelberg brachte. Da wir gestern bereits zwei intensive Trainings machten und am Donnerstag ein Middle Wettkampf ansteht, stand der Nachmittag frei für Erholung. Das geschah in Form von McDonalds, Kaffee und Kuchen in Zermatt oder der Besichtigung im Gletschermuseum. Anschliessend begann die Rückkehr nach Grächen und am Abend die Vorbereitung für den Middle Wettkampf.

Donnerstag, 5.8, Joel
Wir wurden am Morgen um 7 Uhr geweckt und richteten schon unseres Tagesgepäck. Nach dem Frühstücken packten wir auch noch den Lunch für unser heutigen Trainingstag ein. Danach fuhren wir mit den „Büssli“ nach Täsch an den Bahnhof. Dort stiegen wir in den Zug nach Zermatt ein. Nach dieser kurzen Zugfahrt, liefen wir zur Standseilbahn Sunnegga. Mit der Gondel ging es weiter nach Blauberg. In dieser Zeit in der wir zum Grüensee liefen absolvierten die älteren Athleten noch ein zusätzliches Training das ebenfalls zu See führte. Nachdem wir den Lunch gegessen hatten, stand der Middle an. Mitten durch das Gelände verlief ein Bergbach und es war teils sehr steinig; ausserdem befand sich überall noch Gebüsch und kleine, leichte Waldstücke. Einige gingen auch noch in den Grüensee baden. Danach liefen wir gemeinsam zur Gornergratbahn, die nach Zermatt führt. Beim runterlaufen sah man das Matterhorn. Als Wir in Zermatt ankamen ging es mit dem Zug und den Büsslis zurück nach Grächen. Dann hatten wir Freizeit die wir zum Dehnen, Duschen und Auswerten nutzten. Am Abend grillierten wir zusammen. Lisa und SID waren die Grillmeister. Es gab viele verschiedene Fleischarten: Das war schön. Nach dem Essen war dann schon bald Nachtruhe.

Freitag, 6.8, Andrin W.

Müde nach dem langen TL hiess aber doch am Morgen des Freitags: «Aufstehen, heute geht’s hoch hinaus!». Ok, eigentlich hiess es eher laute Musik, um alle aus dem Betten zu scheuchen. Nach einem nahrhaften Frühstück hiess es bis zur „Todeslinie“ um 8:15 den Lunch zu fassen, um sich dann am Mittag auf fast 3000 Meter über Meer zu verpflegen. Mit den Büsslis ging es dann nach Täsch, wo wir mit der Matterhorn-Gotthardbahn nach Zermatt fuhren. Dort gab es einen Marsch durch Zermatt, zur Talstation der Seilbahn, die uns nach oben beförderte. Nachdem wir ungefähr 20 min in einer Gondel nach oben gefahren sind, kamen wir auf dem Trockenen Steg an. Von dort aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das Matterhorn, zumal an diesem Tag auch noch bestes Wetter und ein restlos klarer Himmel war. Dann hiess es tüchtig Sonnencrème eincremen und sich bereit machen, um auf der höchsten OL-Karte Europas ein Training zu absolvieren. «Viel Spass und geh nicht davon aus, dass du eine Felswand runterkommst», hiess es noch, dann gings auch schon los über Geröllfelder, riesige Steinplatten, viele kleine Seelein und zwischendurch kargen Grasbewuchs von Posten zu Posten. Der Schlüssel in diesem Gebiet war, wenn man rausgefunden hatte, wann ein Fels als Fels ein gezeichnet war, und was zum Untergrund gehörte. Meistens lautete der Plan ungefähr so: «An der Felswand entlang, bis ein Stein kommt, dann rechts durch zwei weitere Felsen, an einem Stein vorbei, und der Posten steht zwischen zwei Felsen.» 😉 Zum letzten Posten ins Ziel waren es noch einmal ca. 50 m steil nach oben. Am Mittag hatten wir Zeit für uns, um zu essen, und wenn man wollte, noch das Gletschermuseum auf dem kleinen Matterhorn zu besuchen. In einer modernen Bahn ging es dann noch höher hinauf ins Gletschermuseum. Auf dem Weg nach oben begegneten wir noch Athleten aus dem Schweizer-Ski-Nationalkader, wie zum Beispiel Wendy Holdener, die dort obenauf dem Gletscher trainiert hatten. Oben konnte sich glücklich schätzen, wer eine Sonnenbrille dabeihatte, denn der Schnee reflektierte die Sonne stark. Mit einem Lift gings dann runter in den Gletscher, wo Eiskanäle ausgegraben waren, durch die man hindurchlaufen konnte. Immer wieder gab es auch Eisskulpturen zu bewundern. Nach dem Besuch der Gletscherhöle fuhren wir noch mit einem komplett überfüllten Lift auf fast 4000 Meter über Meer hoch, wo man eine wunderbare Aussicht geniessen konnte. Wieder unten auf dem Trockenen Steg angekommen, gingen wir in Richtung Matterhorn, wo wir dann das Lager für die Lagerstaffel am Nachmittag aufschlugen. In Zweierteams musste zuerst ein Prolog gelaufen werden, bei dem es 12 Posten aufzuteilen gab, dann gingen die Läufer der kurzen Strecke als erstes auf ihre Route. Als diese von ihrer Runde zurückkamen, ging es für die Langen ins Gebiet. Zurück im Lagerhaus in Grächen gab es dann nach leckeren Tortillas die Rangverkündigung mit attraktiven Preisen. Das Siegerteam gewann einen Wanderpokal. Später spielten wir dann noch eine Runde Menschenschach und dann gings auch schon ins Bett.

Samstag, 7.8, Leonie
Ein letztes Mal wurden wir von Musik um 7Uhr geweckt. Doch dann galt es alles zu packen, das Bettzeug abzuziehen und gestärkt nach einem Frühstück das Haus zu putzen. Alle Reste wurden hervorgeholt und als Lunch eingepackt, die Büssli beladen und um 10Uhr fuhren wir los Richtung Wil. Zuerst ging es den Grimselpass hoch, wo das Trainingslager mit dem ersten OL-Training begann. Bei Lungern hinter dem Brünigpass gab es dann einen WC-Halt und Mittagsrast. Wir verabschiedeten uns voneinander und werteten noch kurz das Lager mit Feedback aus. Nach weiteren zwei Stunden Fahrt war das TL Grächen schon wieder vorüber. Wir kehrten müde, aber mit vielen tollen Erinnerungen nach Hause zurück.

 

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