Trainingslager in Thun

Samstag 11.Juli, Bericht von Florian
Endlich!! Wir besammelten uns wieder einmal für einen Kaderanlass. Denn Heute war der erste Tag des anstehenden Trainingslagers in Thun. Es stand eine warme Büslifahrt ins Emmental ans erste Training an. Nach einer fast staulosen Fahrt kamen wir in Horben an, wo ein Prolog auf dem Programm war. Wir absolvierten den Prolog in einem kleinen, aber feinen Wald mit vielen Details und mit nicht zu wenig grün Bewuchs. Beim Auslaufen wurde bereits unser Training und die gewählten Routen analysiert.
Nach dem Training schlüpften wir erstmals in frische Kleidung und gönnten uns eine Stärkung. Anschliessend ging es auch bereits weiter nach Uetendorf wo sich unsere Unterkunft befand. Wir hatten nur kurz Zeit, um unsere Sachen einzupuffen und noch einen Sack zu essen denn danach war schon das Krafttraining an der Reihe. Hierfür gingen für auf den zwei Minuten entfernten Fussballplatz. Nach viel Schweissfluss gab es noch einen Fussballmatch. Dank Flügelstürmer J. Hutzli und Mittelfeld-Motor F. Freuler haben wir den Sieg errungen. Danach gab es noch einen kurzen Schwumm in der Badi Uetendorf zur Abkühlung. Anschliessend war die Küche bereit, uns ein leckeres Abendessen zu servieren. Danach gab es noch eine Runde des vielseitigen Lagercups. Dieser wurde durch Entwickler J. Imhof erstellt und geleitet. Dank unseren hervorragenden Kuchenbäcker gab es anschliessend noch ein feines Stück Kuchen bevor wir auch schon Richtung Bett gingen. Da die Betten etwas klein waren, entschieden zwei Kollegen und ich mich dafür, mit Matratze auf dem Sofa zu schlafen, was sich während der Nacht und am nächsten Morgen jedoch als schlechteste Idee des Trainingslagers herausstellte. So hatten wir drei eine etwas kürzere Nacht als andere.

 

Sonntag 12. Juli, Bericht von Silas R.
Für die meisten, mich eingeschlossen, fand der letzte Sprintwettkampf an den SOF im November statt. Die Vorfreude auf den Sprint in Thun war deshalb sehr gross. Während dem Lauf musste sich doch der eine oder andere eingestehen, dass die schnellen Abläufe im Sprint schon noch nicht so sitzen wie üblich. Die kniffligen Routenwahlen rund um die Thuner Burg haben die ganze Sache nicht einfacher gemacht.
Am Nachmittag stand ein Workshop-Training im Wald Lattigen auf dem Programm. Auf reduzierter Karte konnten wir 3 Schlaufen zu unterschiedlichen Schwerpunkten absolvieren. Die Karte bot sehr viel Abwechslung, denn die Gebiete links und rechts der Autobahn haben sich komplett unterschieden.
Für die Erkenntnis des Tages sorgte aber etwas anderes, als J.H. feststellen musste, dass es auf der Autobahn auch extra Ausfahrten für die Polizei gibt, und der Büsslifahrer D.S. nicht ein riesigen Umweg gefahren ist.

Montag 13. Juli, Bericht von Melina
Heute hatten wir nur ein Training, in der Bütschelegg. Man konnte auf 3 Bahnen starten: Nord, Ost und West. Das Thema des Trainings war PUR. Das heisst Planung Umsetzung Reflektion, man plant eine Route und setzt sie dann um. Beim Posten schaut man dann zurück und reflektiert seine Route: Was war gut? Was muss ich für die nächste Route ändern?
Am Mittag folgte dann die Auswertung. Wir haben uns eine Checkliste erstellt was man beim Posten alles für die schnellst mögliche Route zum nächsten Posten alles beachten muss. Am Nachmittag wurden wir dann mit einem Besuch im Strandbad Thun belohnt bevor am Abend noch Lager Cup auf dem Programm stand.

Dienstag 14. Juli 2020, Bericht von Nina
Da heute für unser Nachbarland Frankreich ein spezieller Tag war, bezog sich auch unser heutiger Lagercup darauf. Unsere Aufgabe war es, die französische Nationalhymne zu singen und eine Darbietung dazu einzustudieren. Am Morgen hatten wir im Gurnigel-Wald ein Routenwahl Training. Dabei war es wichtig, dass man sich die Routen genau anschaute und auf die Höhenmeter achtete. Um unsere Routen auszuwerten konnten wir alle unsere GPS-Routen auf die Karte laden und vergleichen.
Nach dem Lunch fuhren wir bis zum Start des zweiten Trainings, welches im Schwefelberg stattfand. Da wir am Morgen schon eine lange anstrengende Langdistanz hatten, konnten wir am Nachmittag von einem Postennetz selbst entscheiden welche Posten wir anlaufen möchten. Dafür hatten wir eine halbe Stunde Zeit.
Zurück im Lagerhaus befassten wir uns wir uns wieder mit der Hymne. Nach dem Abendessen bestimmten wir das Jugendcupmotto, welches noch geheim bleibt. Danach gab es noch die Darbietungen zur französischen Nationalhymne.

Mittwoch 15. Juli, Bericht von Micha
Am 15. Juli war das Training in Kandersteg. Wie jeden Morgen fuhren wir um 9:00 Uhr zu unserem Training los. Der Lauf war im selben Wald, wo letztes Jahr der 3. Nationale stattgefunden hatte. Im Training ging es um Planung, Umsetzung und das Retrospektive. Also um die Planung einer Postenverbindung, die Umsetzung, dazu die Anpassungen im Gelände und die Auswertung danach. Nach dem Training fuhren wir direkt zurück ins Lagerhaus nach Uetendorf.
Eigentlich war an diesem Tag noch ein Mountain Tubing auf der Skisprungschanze in Kandersteg geplant, doch wegen Regen konnte es nicht stattfinden. Am Nachmittag hatten wir die Auswertung des Trainings und einen Theorie Input über die Wettkampfvorbereitung. Diese Theorie war auch dazu da, dass wir uns auf den Jugendcup Selektionslauf am nächsten Tag optimal vorbereiten konnten. Nach dem z`Nacht hatten wir einen Lagercup, bevor um 22:00 Uhr Nachtruhe war.

Donnerstag 16.Juli, Bericht von Andrin B.
Der Morgen startete anders als die vorherigen, denn es stand ein intensives Training im Guntelsey auf dem Programm, welches zudem auch als Testlauf für den Jugendcup zählt. Als wir im Wald ankamen, machte sich jeder für sich selbst bereit. Alle waren wettkampfhungrig, für die meisten war es der erste Wettkampf seit Corona. Das Gelände war durch die Autobahn, die quer durch das Laufgebiet geht, in zwei Teile unterteilt, welche sich grundlegend unterschieden. Im Startteil war das Gelände klar und die Objekte eindeutig, im Zweiten war es diffus und unübersichtlich. Nur wer den Wechsel bewusst vollzog, konnte brillieren. Im Ziel, das direkt bei einem Schiessplatz vom Militär war, beobachteten wir nach getaner Arbeit die Ausbildung der Soldaten in der Armee. Dieser Augenblick hat wohl bei einigen die Augen hinsichtlich Armee geöffnet.

Am Nachmittag werteten wir den Lauf vom Morgen mithilfe der Zwischenzeiten und des GPS aus und versuchten die richtigen Schlüsse auf den nächsten TL-Wettkampf am Samstag zu übertragen. In Altersgruppen machten wir eine kurze Geländeanalyse des Stauffen, um für alle Möglichkeiten in der kommenden Langdistanz gerüstet zu sein.

Am Abend folgte dann ein hart umkämpftes Lagercupspiel. Nach einer kurzen Besprechung für den Jugendcup, verfolgten einige interessiert das FCSG Spiel.

Freitag 17. Juli, Bericht von Florin
Ein bisschen Schwedenstimmung kam am zweitletzten TL-Tag doch noch auf. Die zwar schon ältere Karte Aeschlenalp bot aber mit dem Meer von Heidelbeeren ein Terrain, dass das Herz jedes OL-Läufers schneller schlagen lässt. Unter solch tollen Bedingungen konnten wir sowohl am Morgen wie auch am Nachmittag nochmals super an unserer Technik feilen. Leider war das Wetter nicht mehr so schön, dass sich bereits einige Trainer Kappe und Handschuhe anzogen, im Sommer!

Nun ja, das Highlight des Tages folgte aber noch am Abend mit dem Finale des Lagercups. Neben Ruhm und Ehre gab es auch Hundeknochen oder ein Kilo Salz zu gewinnen. Es stand also viel auf dem Spiel und so gab Fliegentöter Joel S. nochmals voll Gas, um die letzten Bonuspunkte zu holen. Dieser Einsatz hat sich gelohnt, so ging der Gewinn der Hundeknochen an sein Team.

Samstag 18.Juli, Bericht von Silas H.
Mit Formel 1 und Champions League Hymnen wurden wir heute geweckt. Die Uhr zeigt 6.45 Uhr an. Danach das Frühstück schlenzen und das Pfadiheim putzen. Heute wartet der Abschluss Lauf auf uns, welcher als Jugencup Testlauf zählt.
Im P***owald Stauffen ging das ganze Spektakel über die Bühne. In hohen schwedischen Heidebeeren wurde gekämpft, gesucht, geflucht und nochmals genossen. Doch am Schluss haben es alle geschafft und können stolz auf sich sein. Nach einer grandiosen Woche sind wir alle müde und machen uns auf den Heimweg.

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