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In den letzten Wochen absolvierten die Kaderathleten des NWK NOS die Selektionsläufe für den JWOC (Junioren-WM) und EYOC (Junioren-EM). Auf dem Programm standen ein Middle- und Long-Testlauf im französischen Jura, ein Stadt-Sprint in Horgen sowie für die JWOC-Ambitionierten der Gempen-Berglauf an.
 
Freitag, 12. Mai 2017: Anreise
Um 16:00 Uhr versammelten sich die ersten Athleten und Trainer. Somit ging die Reise des ersten Büssli in Wil los. Der erste Stopp war jedoch schon vor der Migros in Will, wo wir unsere 60 Bananen und zwei Einkaufswagen voll Ruchbrot einluden. Nun ging die Fahrt ein bisschen länger; ca. 4 Stunden Fahrt lag vor uns, bis wir im schönen L’Abbaye ankamen. Nachdem wir den ersten Verkehrsstau in Münchwilen bewältigt hatten, ging es mehr oder weniger gemütlich voran. Nach 2 Stunden Büssli-Fahrt gab es den zweiten Halt in Bern. Dort trafen wir Rachel und Jasmin und konnten noch kurz Nik’s Wohnung besichtigen; vor allem das WC. Wieder im gefüllten Büssli zurück assen wir unseren ersten Znacht, studieren die Karten vom Testlauf nochmals ein wenig und probierten so gut es möglich war, ein wenig für die Schule zu lernen. So verging die Fahrt auch sehr schnell und angenehm.
Als wir in L’Abbaye angekommen sind, war das Wetter nicht gerade bewundernswert, dafür das Lagerhaus umso mehr. Das Wetter war kalt und regnerisch. Wir konnten nur hoffen, dass es sich bis morgen bessern würde. Dafür hatten wir ein supertolles Lagerhaus, mit sehr grosszügigen Schlafräumen, ebenfalls einer grossen Küche und einem wunderschönen Blick auf den Lac de Joux, welchen wir jedoch noch nicht wirklich geniessen konnten. Nun ging es ans Vorbereiten vom 2. Znacht und dem Teigwarensalat für den morgigen Tag. Um 21:30 Uhr kamen nun auch noch die restlichen Athleten und Trainer an, die später losgefahren sind; ein wenig erschöpft und hungrig von der langen Fahrt. Wir genossen gemeinsam unsere Buchstabensuppe und testeten unsere Kreativität im Wörter herauslesen. Anschliessend gab es noch einen kleinen Input zum morgigen Tag. Dann war auch schon schlafen angesagt, damit wir alle in Topform sind für den Long-Testlauf von morgen. Nora

Samstag, 13. Mai 2017: Long-Testlauf Morbier (Rangliste)
b_200_150_16777215_00_images_stories_news_kader_2017_17_testlauf_01.jpgDank der Anreise am Freitag, durften wir am Samstag bis um 8:30 schlafen, was für einen Kaderanlass an sich bereits etwas Einzigartiges war. Gut ausgeschlafen, aber absolut ready, kamen wir im WKZ an und schon bald machten sich die ersten Läufer unseres Nachwuchskaders Richtung Start auf. Zwischendurch hagelte und regnete es wie aus Kesseln, was nicht nur für uns Läufer nicht gerade die angenehmste Situation war, sondern sich auch für unsere Startbetreuer Nik und Jasmin als ungemütlich ergab. Noch schlimmer wurde es als die ersten Läufer (darunter auch NWK NOS Athleten) aus dem Wald zum Start zurückkamen und sich über einen fehlenden Posten beschwerten. Nun entstanden natürlich Gerüchte von, „bestimmt hat ihn ein Wildschwein gefressen“ bis hin zu „es war Marcia.“ Denn sie konnte an diesem Tag aufgrund einer Verletzung nicht teilnehmen;-) Weiter wusste nun niemand so genau ob der Lauf gewertet würde oder nicht. Denn im hinteren Startfeld konnte man bereits wieder starten, da man bereits einen Ersatzposten in den Einsatz gebracht hatte. Ein riesen Durcheinander von Gerüchten, Nervosität und Vermutungen entstand. Doch alles für die Katz, denn ändern konnte man sowieso nichts mehr. Mit gemischten Gefühlen machten wir uns nach mehr oder weniger absolviertem Lauf zurück zur Unterkunft. Was für ein aufregender Tag! Laurin

Laurin vorneweg
Laurin vorneweg

Sonntag, 14. Mai 2017: Middle-Testlauf Bois de la Chaites (Rangliste)
Der zweite Wettkampftag begann wie der erste mit dem Z’morgen in unserer Unterkunft. Auch was danach kam, war genau wie am Vortag: Hinfahrt mit den Büsslis, Umziehen, Ziele nochmals durchgehen, einlaufen und dann starten. Jedoch nahm dann der Sonntag nicht so einen dramatischen Verlauf an, wie es der Vortag getan hatte: alle Posten standen am richtigen Ort und wurden sogar bewacht. Die Karte namens Bois de la Chaites war einigen noch wohl bekannt von der MOM vor einigen Jahren und jedem war klar: Hier würde weniger das Läuferische und mehr das Technische entscheiden, denn Karst und viele Äste verunmöglichten schnelles Laufen oft fast komplett. So musste man sich geradezu durch den Middle «durchkärtelen» und Fehler möglichst klein halten. Jedem gelang das verschieden gut, wobei es den Nöslern durchaus gelang einige Glanzresultate herauszulaufen. Müde und wieder um eine Testlauferfahrung reicher fuhren wir wieder los in Richtung Ostschweiz- leider ohne Halt in Kölliken Nord. Marcia

Sonntag, 21. Mai 2017: Sprint-Testlauf Stadt Horgen (Rangliste)
Am Sonntagmorgen früh machten wir uns, natürlich gut vorbereitet, nach Horgen auf. Wir konnten uns nämlich auf einen spannenden Sprint-Testlauf freuen. Da der ganze Testlauf mit einem Regionalen OL der OL Zimmerberg im Verbund organisiert wurde, war das Ankommen im WKZ noch mit reichlich Coolness verbunden. Doch diese Coolness verschwand spätestens in der Quarantäne. Von dort verschwanden dann immer mehr Läufer in die verwinkelte Innenstadt von Horgen. Die vielen kleinen Gassen und ein mehrstöckiges Gebäude würzten den ganzen Lauf zu einem sehr fordernden aber interessanten Sprint-OL. Ob mit einem guten Lauf oder einem schlechten Lauf, ich glaube jeder konnte mit neuen positiven Erfahrungen und Eindrücken nachhause gehen. So macht Sprint-OL Spass! Julian I.

Mittwoch, 31. Mai 2017: Gempen-Berglauf (Rangliste)
Mitte Nachmittag fuhren wir los Richtung Dornach an den Gempen-Berglauf. In Dornach angekommen lang die Konzentration sofort auf dem Motto „Go for Goldvreneli“. Nach wochenlanger Planung, taktischen Formationen und Belauschungen der Konkurrenz waren wir bereit für die Mission. Denn nach 700 Metern von 7800 gab es ein Goldvreneli zu Gewinnen im Wert von 220 Schweizer Franken. Doch nur für den, der zuerst dort ist. Unser Trumpf war der Elektriker-Lehrling Laurin Imhof. Durch unsere Belauschungen wussten wir, dass wir nicht die einzigen waren die das Goldvreneli im Visier hatten. Am Start war das Tempo dank unseres Tempohelfers Michael Imhof, Bruder von Laurin, sehr horrend, was für Laurin sprach. Nach 500 Meter setzte Michi aus und Laurin war auf sich selbst gestellt. Wir konnten von Hinten im Feld sehen wie Laurin das Tempo durchzog und sensationell, mit 3 Meter Vorsprung vor dem Titelverteidiger vom letzten Jahr, das Goldvreneli gewann.
Danach ging es dann für alle noch 7.1 km und 624 Höhenmeter auf den Gempen hinauf. Alle kamen gesund und ohne Problem an. Nur Laurin hatte ein paar Probleme, wie er später im Interview bekannt gab. „Kurz vor der 700 Meter Marke sah ich nur noch Sterne vor Augen wegen der Anstrengung. Danach habe ich es gemütlich genommen um rauf zu kommen und musste nur noch 3 Mal erbrechen“.
Im Ziel gab es für jeden noch ein Säcklein Baslerläggerli und dann gingen alle glücklich und erschöpft nach Hause. Denn das NWK NOS konnte sich an vorderster Front zeigen und ist bereit für die Titelverteidigung im nächsten Jahr. Silas