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b_200_150_16777215_00_images_stories_news_kader_2017_17_tl-alicante_01.jpgNach jahrelangem, bangem und schweisstreibendem Warten war es heuer soweit. Das NWKNOS sollte ein Flugzeug besteigen. Doch bis es soweit war sollte noch viel geschehen, das war klar.
So traf sich die muntere Truppe überpünktlich am Landesflughafen, bereits in sommerlicher Montur, es sollte gute acht Breitenkreise in den Süden gehen wo der Sage nach mediterranes Klima herrschen sollte. Rachel hatte die Reise akribisch geplant und so verlief alles reibungsfrei und vor dem Gate durfte man sich als Belohnung dafür auf ein langes Warten einstellen: wir waren zwei Stunden zu früh da.
Am frühen Abend rollte der Airbus A320 von Swiss dann flugplanmässig zur Startbahn 28 und verliess über die Abflugroute „VEBIT 3 Whiskey“ die Schweiz. Wer an der linken Fensterfront sass, konnte ein ausgiebiges Geographiestudium betreiben und sich das Panorama des Alpenhauptkamms einmal mehr von Andrin Sutter erklären lassen. Nach Nizza und Ibiza nahm der Pilot Kurs auf den Flughafen von Alicante und brachte die Schar von OL-Läufern sicher in Südspanien zu Boden.
Das Warten ging in die nächsten Runden. Die Herdplatten, Kabel und Wecker von Rosemarie fanden den Weg durch die Sicherheitskontrolle in Zürich nicht und der Code der Kreditkarte von Janik wollte einfach niemandem im Kopf herumgeistern. So konnte das Auto nicht so schnell gemietet werden wie erhofft, dank organisatorischen Meisterleistungen des Trainerteams sassen irgendwann aber doch alle im richtigen Auto. Auf der schnellen, EU-subventionierten Autobahn erreichten wir im Dunkeln den Camping „Playa de Mazarron“. Schnell war das Bett aufgesucht und die Lichter gelöscht. Samstag 8. April, Lukas

Nach einer kalten, ersten Nacht in unseren Bungalows assen wir draussen alle gemeinsam Frühstück. Wenig später fuhren wir auch schon zum ersten Training, 5 Minuten der Küste entlang. Das erste Training war ein Vielposten Training. Vom Strand aus ging es in sehr steiniges und offenes Gelände, das einer „Mondlandschaft“ ähnelte. Am gleichen Strand assen wir noch unseren Lunch, bevor es mit dem Auto ins nächste Training ging. Nach 30 extra Kilometern Auto fahren kamen wir wieder an einem Strand an, wo wir zuerst noch spielerische Theorie hatten. Wir mussten ein auf einer Karte vorgegebenes Relief so genau wie möglich mit dem Sand nachbauen. Nach dieser Theorie ging das Workshoptraining auch schon los. Das Thema war Relief und Kompass. Das Gelände war wieder sehr offen mit vielen Sträuchern und hohem Gras. Nach dem Training ging es zurück zum Campingplatz, wo wir dann Zeit für uns hatten. Viele gingen in den billigen SPAR und füllten die Kühlschränke und danach natürlich noch in Meer baden. Am Abend gab es noch dann noch Znacht, Auswertung, Infos und Theorie. Und schon war der erste heisse Tag in Spanien vorbei. Sonntag 9. April, Silas

Am Morgen hatten wir ein Relieftraining, welches von Tobias Zbinden geführt wurde. Wir wurden von der Karte durch tiefe Gräben geleitet und kämpften uns durch Dickichte. Man konnte aufgrund der Distanz und den Posten im Grünen deutlich erkennen, dass der Topläufer und Bruder von Tobias Zbinden (Patrick Zbinden) bei der Bahnlegung ebenfalls die Finger im Spiel hatte. Zu Mittag gab es einen freshen Hörnlisalat, der von unserer epischen Küche im Voraus zubereitet wurde. Frisch gestärkt traten wir dann am Nachmittag zum zweiten Training mit einer freien Zielsetzung an. Dank den schreienden Kindern im Wald war es für viele nicht leicht, sich auf die Zielsetzung zu konzentrieren. Trotz aller Hindernissen und der Hitze, welche die Meisten ohne grossen Schaden überstanden, fanden schlussendlich alle das Ziel. Am Abend bereiteten wir uns mit einer heftigen Theorie auf den nächsten Tag vor und so hiess es auch schon “Ab ins Bett“ und bis zum morgigen Tag. Montag 10. April, Silja

b_200_150_16777215_00_images_stories_news_kader_2017_17_tl-alicante_02.jpgNoch müde aus den Bungalows torkelnd, eigentlich wie jeden Morgen, fing der dritte Spanientag an. Doch schon vor dem ersten Training wurde diese Müdigkeit durch unhaltbaren Ehrgeiz abgelöst, als es darum ging, einen Fussball aus einem naheliegenden Kanal zu holen. Das nachfolgende Kompasstraining kam bei allen sehr gut an, da es sehr anspruchsvoll aber trotzdem gut belaufbar war. Doch unser Trainingstag wurde durch dieses Training erst so richtig lanciert. Denn es folgten noch zwei Sprints, der Erste in der Altstadt von Puerto Mazarron und der Zweite in einer ausgemusterten Mine fünf Minuten ausserhalb von Mazarron. Dieser Tag war dadurch nicht nur trainingstechnisch ein Erfolg, auch pizzatechnisch wurden wir dank unserem grosszügigen Sponsor Kreis Elektronik Produktion GmbH verwöhnt. So endete ein erfolgreicher TL-Tag mit allgemeiner Zufriedenheit. Dienstag 11. April, Julian I.

Endlich konnten wir nach etlichen strengen Trainings am Morgen ausschlafen. Nach dem Essen gab uns Töbi das Tagesprogramm bekannt. Wir freuten uns, da wir die Stadt Mazarron besuchen werden. Nach einer kurzen Busfahrt kamen wir dort an. Wir besuchten einen Bazar und staunten über die tiefen Preise. Wir besorgten dort auch noch die Geburtstagsgeschenke für den Trainer Tobias, welcher am Freitag Geburtstag hatte. Am Nachmittag erwartete uns ein lustiger Lagercup am Strand. Wir hatten alle sehr viel Spass. Danach erholten wir uns am Strand, damit wir am nächsten Tag wieder fit waren. Mittwoch 12. April, Andrins

Am Donnerstag war ein extensives Laaaaaangdistanztraining angesagt. Bei bestem Wetter fuhren wir 1.5h mit dem Auto bis in den Sierra del Oro, was so viel wie „goldenes Gebirge“ bedeutet. Und wahrlich wurde uns nicht zu viel versprochen. Die Aussicht war dank der brennenden Sonne grañdios. Die Bahnlegung des Trainings wurde uns von Sun-O zur Verfügung gestellt und so mussten nur noch die beiden Postensetzer Römer und Pule ihre Arbeit in der Hitze verrichten, was nur mit einem wahren Kuhschluck Wasser möglich war. Auch wir Athleten kämpften sehr mit der Hitze, welche auch den letzten Tropfen unserer Körperflüssigkeiten verdunsten liess. Das Gelände mit den Schluchten und Hügeln war aber genial, so dass wir alle ehrgeizig der Sonne trotzten und so ein tolles Training absolvieren konnten, welches dann auch mit einem Besuch im Decathlon (einem sehr grossen und günstigen Sportgeschäft) belohnt wurde. Dort durfte dann auch mächtig zugegriffen werden und nicht wenige kauften gleich mehrere T-Shirts und Sporthosen, die bei uns OL-Läufern sowieso Verschleissware sind. Gewisse kauften dank den günstigen Preisen auch Fussballsocken als OL-Socken oder günstige Tennisschläger, welche dann auch sofort im Camp für heisse Matches und scharfe Aufschläge in Gebrauch genommen wurden. Am Abend hatten wir noch Vorbereitung und Theorie für den Middle-Testlauf und bereits war ein weiterer Tag des TLs in Mazarron vorbei. Donnerstag 13. April, Laurin

Das Lager neigte sich auch schon dem Ende zu und somit erwartete uns einer der Höhepunkte des Trainingslagers. Guardamar – eine höchst detaillierte Karte, die auf worldofo bereits 800 Uploads hat. Nebst kräfteraubendem Sandboden und Pinien- sowie Eukalyptusbäumen war das Gelände gespickt voll mit Männern, die sich nicht scheuten, all ihre Körperteile bräunen zu lassen. Für OL-Läufer war der direkt am Meer gelegene Wald ein Gaumenschmaus, für Minderjährige zeigte sich der Wald aber als eher ungeeignet. Am Vormittag fand der «Model Event» für den am Nachmittag ausgetragene Testwettkampf statt. Dieser Lauf galt kaderintern als erster Selektionslauf für die Jugendcupteams. Noch wilder als im Wald ging es dann am Schlussabend zu und her. Für das Geburtstagskind Töbi wurde sogar ein PH-taugliches Happy Birthday mit 4 verschiedenen Instrumenten (!) eingeübt. Dank kurzweiliger Spiele, organisiert von Michi, Nüssler und Juli, kristallisierte sich der gesamte Abend zu einem Highlight heraus. Freitag, 14. April, Eliane

Das TL schlossen wir mit einer Sprintstaffel am Samstagmorgen ab. Dabei rannten wir durch Bolnuevo (das Dorf indem wir wohnten) und kämpften uns schnellstmöglich über den Sandstrand. Das war aber leider schon der letzte OL in Spanien und nach einem Lunch am Strand, wo wir noch Erinnerungsfotos schossen und den Ausblick übers Meer genossen, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Samstag 15. April, Vera

Fotos TL Alicante